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Die neue MC 85 Grabenwalze (Mehrzweckverdichter) / The new MC 85 Trench roller (Mulitpurpose compactor)

MC 85 Trench roller / Grabenwalze

FAQ - Bodenbeschaffenheiten und Einsatzgebiete

Bodenbeschaffenheiten und Einsatzgebiete

Der Grundstein eines jeden Bauvorhabens ist die richtige Verdichtung. Die richtige Verdichtung erhöht zum einen die Langlebigkeit und Tragfähigkeit. Zum anderen dient sie als Schutz vor Schäden durch Wasser und Frost.

Wie kann man Boden beschreiben?

Jede Bodenart besteht aus Luft (Gas), Wasser und Festmasse. Kornform, Körngröße und Wassergehalt bestimmen die Bodenart. Die Bodenarten werden unterteilt in "nichtbindige Böden","bindige Böden" und "gemischtkörnige Böden".

Nichtbindiger Boden (Abb. 1)

Nichtbindige Böden bestehen aus groben Körnungen, z.B. Felstrümmer, Steine, Kiese oder grobkörnige Sande. Sie zeichnen sich durch größere Hohlräume und eine hohe Wasserdurchlässigkeit aus. Die Folge ist ein leichtes austrockenen dieser Bodenart. Deshalb sind nichtbindige Bodenarten allgemein frostsicher und weniger wetterempflindlich. Eine weitere Eigenschaft ist die hohe Tragfähigkeit und Belastbarkeit durch eine dichte Zusammenlagerung der einzelnen Korngrößen nach der Verdichtung.

Abb. 1


Bindiger Boden (Abb. 2)

Bindige Böden bestehen aus einer feinen Körnung und enthalten einen hohen Wassergehalt. Beispiele für diese Bodenart sind Schluffe und Tone. Durch den hohen Wassergehalt sind diese Böden frost- und wetterempfindlich. Bei starkem Regen quillt der Boden auf. Das Wasser liegt wie eine Hülle um die einzelnen Körner und vermindert die Reibung. Die Verdichtbarkeit ist somit deutlich geringer. Um diese Bodenart zu verdichten, muss das enthaltene Wasser durch Kneten oder Stampfen an die Oberfläche gelangen um dort abzutrocknen.

Abb. 2


Gemischtkörnige Boden (Abb. 3)

Gemischtkörnige Böden bestehen anteilig aus nichtbindingen und bindigen Körnungen unterschiedlicher Größe. Das Verdichtungsverhalten des Bodens richtet sich nach dem prozentual enthaltenen Fein- und Grobkorn. 

Abb. 3


Kantige Kornformen (Abb. 4)

Kantige Formen sind schwerer zu verdichten, jedoch stark belastbar und weisen eine hohe Tragfähigkeit auf. Um ein Beispiel zu nennen: Schotter und Splitt besitzen eckige und kantige Kornformen. Zusammen mit Splitt ergibt sich eine Schotter-Splittmischung.

Abb. 4


Runde Kornformen (Abb. 5)

Runde Kornformen sind leichter zu verdichten, weisen jedoch eine geringere Tragfähigkeit auf. Ein Beispiel wäre ein Gemisch aus Kies und Sand.

Abb. 5

Wie wird verdichtet?

Die Vibration der Maschine regt das Material zu Schwingungen an. Eine Umlagerung der Körnung ist das Resultat. Dieser Vorgang reduziert Hohlräume im Material auf ein Minimum. Ein dichter, homogener Untergrund entsteht.


Einsatztabelle

Mit unserer Einsatztabelle möchten wir Ihnen eine Hilfestellung für die Auswahl der richtigen Maschine geben. Die Tabelle setzt die Faktoren Maschinengewicht, Schütthöhe und Anzahl der Verdichtungsvorgänge in Bezug auf die verschiedenen Bodenarten. Zusätzlich bietet sie einen Richtwert für die maximale Verdichtungstiefe einer Maschine. Die Verdichtungstiefe variiert bei verschiedenen Bodenarten.

>> Hier geht es zur Einsatztabelle


Juni 2020

Bildquelle
Verdichtungstechnik im Erdbau und Verkehrswegebau
Prof. Dr.-Ing. Dr. Ing. E. h. Rudolf Floss

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